Posts mit dem Label Heraklion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heraklion werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 19. Juli 2011

Λίγο κρασί, λίγο θάλασσα

"Ein wenig Wein, ein wenig Meer" so lautet der klangvolle Name meines Lieblingsrestaurants in Heraklion. Das ganze ist ein bisschen irreführend, denn wenn wir dort eines genossen haben, dann war es viel (kalten Rot)wein und viel Meer(esfrüchte). Es liegt direkt am Hafen mit Ausblick auf die venezianische Festung Koules und ich habe ausnahmslos alle meine Besucher dort hin gebracht. Alle fanden es sehr gut! :-) 
Im Gegensatz zu den üblichen griechischen Tavernen erinnerte der Service mehr an ein mitteleuropäisches Restaurant. Die Kellner sind schnell, sie rennen förmlich, es ist zu jeder Abendstunde voll, nicht erst ab zehn Uhr, deswegen sollte man reservieren und trotz der Lage am Hafen sind die meisten Gäste Griechen. 
Lieblingsgetränk: wie schon erwähnt, der kalte offene Rotwein
Lieblingsspeise: überbackene Shrimps mit Saganaki,  Miesmuscheln in Tomatensoße, Meeresfrüchterisotto
Dessert: aufs Haus kommen warme Loukoumathes mit Sirup und Vanilleeis und frische Früchte
auch aufs Haus --> Raki, wie überall hier, aber das ist einer der besseren

Jetzt folgen noch ein paar Bilder zum Neidischwerden ;-). Achja, und was man hier nicht essen sollte, sind die Fleischgerichte, die sind nicht so berühmt, aber deswegen ist es ja auch ein Seafoodrestaurant.

Miesmuscheln in Tomaten-Käse-Soße (Foto geklaut bei Kristin Kretschmann)

Gegrillter Oktopus + Tintenfisch (Foto geklaut bei Kristin Kretschmann)

Dessert: Loukoumathes mit Eis (Foto geklaut bei Kristin Kretschmann)

lecker wars... (Foto geklaut bei Friederike Hippenstiel)

nochmal Desert (Foto geklaut bei Friederike Hippenstiel)

RAKI (Foto geklaut bei Friederike Hippenstiel)

PS: Danach landeten wir meist im Jailhouse...

Sonntag, 17. Juli 2011

I´ll meet you at the Jailhouse

Eine Woche noch, dann ist es vorüber, dann lasse ich Heraklion hinter mir und Bonn hat mich wieder. Ich kann jedoch nicht gehen, ohne noch etwas von meinen Lieblingsplätzen hier zu schreiben. Fangen wir mit der Abendunterhaltung an. Mindestens einmal wöchentlich verbrachte ich die Nacht im Jailhouse. Der Laden ist klein, meistens zu leer (leider) und sieht aus wie ein Kellergewölbe, ist aber ebenerdig. Ich liebe die Details in der Einrichtung, die vielen Postkarten, die am Eingang hängen und aus verschiedenen Ländern stammen, das Mötorheadschild, das Jägermeisterwandtattoo, die gut sortierte Bar (ich sag nur Four Roses) und die Musik dort. 



Wo ich mir die Bilder so ansehe, vielleicht gefällt es mir auch nur wegen der vielen deutschen Elemente... ;-)
Was ab unabstreitbar gut und nicht deutsch ist, ist die Musik, vorrangig Rockmusik, alte Musik, Musik als stamme sie aus einem Tarantinofilm, was sie auch öfters tut. Als typischer Smartphonebesitzer und Shazamliebhaber, habe ich ganze Playlists aus dem Jailhouse. Hier ein kleiner Eindruck:


15.07. - 0407 The Who - Baba O´Riley
19.05. - 2343 Iggy Pop - The Passenger
17.03. - 0648 Aerosmith - Dream On
15.07. - 0345 Cream - White Room
15.07. - 0255 Journey - Don´t Stop Believing

Die folgenden Bilder stammen alle von der Facebookseite des Jailhouse.



Dienstag, 28. Juni 2011

Schon wieder ein Fotowettbewerb

Es ist so wie immer, wenn man lernen muss - man findet eine andere tolle Beschäftigung. Nikon hat einen Fotowettbewerb ausgeschrieben und ich habe den Vormittag damit vertrödelt, Bilder zu schauen, zu voten und natürlich hochzuladen.

Zunächst hier einmal mein Lieblingsbild einer Freundin:

http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/116088

Und jetzt noch meine Einsendungen:

in Matala, 03/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/116686
in Heraklion, beim Spiel OFI-Pas Giannina, 05/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/119002
in Heraklion, Poros, 05/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/119047
in Erfurt, 04/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/116744
in Malia, 06/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/119034
in Elafonissis, 05/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/119070
in Federath, 05/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/116720
in Heraklion, 03/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/118988
in Chania, 03/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/116764
in der Samaria-Schlucht, 05/2011, http://www.ichbin.nikonwelt.at/galerie/beitrag/119022

Sonntag, 29. Mai 2011

Counting Crows - Wetter

Es regnet in Heraklion, mal wieder, und mal wieder seit mehreren Tagen! Nun gut, einerseits habe ich zu tun und dann ist man eh drin und es ist egal. Andererseits schlägt mir das Wetter so sehr auf die Laune. Das gilt sowohl für gutes als auch schlechtes Wetter. 
Regen, Wind, Kalt --> depri
Sonne, warm --> manisch
Doch schlägt es mir nicht nur aufs Gemüt, sondern auch auf den Musikgeschmack. Und selbst wenn es gar keinen Grund für Liebeskummer gibt, höre ich dann viel schnulzige Herzschmerzmusik.... (Wenn ich wirklich Liebeskummer habe, kommt mir die nicht ins Haus!)

Favourite songs an Tagen wie diesem:

Counting Crows - Round here
Aerosmith - Cryin´
The Temper Trap - Sweet Disposition
Florence and the machine - Hurricane drunk
Mr. Big - Just take my heart
Element of Crime - Bitte bleib bei mir
Nazareth - Love hurts


Beim Thema Counting Crows musste ich heute noch beiläufig feststellen, wie alt ich geworden bin. Als ich meinem kleinen Bruder erzählte, dass ich die gerade höre, meinte er, er kennt sie nicht. Ok, klar, die Bandnamen kennt man manchmal nicht, aber das Lied dann doch. Also schickte ich ihm Mr. Jones, das bekannteste, meiner Meinung nach. "Nein, nie gehört!" Hm, ok, Release-Jahr: 1993. Da war er 2. Dann hatte ich eine andere Idee. "Eiskalte Engel" kennt doch JEDER! Und da ist ja auch ein Lied von denen drauf, "Colorblind". Er kennt weder Film, noch Lied. Dabei war das doch DER Film, damals als ich in der Schule war. Es war verrückt, alle hatten ihn gesehen und redeten darüber, dabei ist das gar kein Kinderfilm, aber wir fanden ihn alle unheimlich cool, hatten alle den Soundtrack und die meisten Mädels standen damals auf Ryan Phillippe, der ja wirklich schlechthin einen Scheißkerl spielte. Jetzt sind wir alle älter und stehen insgeheim immer noch auf diese Männer, obwohl wir zu vernünftig geworden sind, um mit solchen zusammen zu sein. Und wie ich so an diese Zeit dachte, kam es mir so weit weg vor! Und man trifft tatsächlich,Leute, die diesen Film nicht kennen, weil er zu alt ist. Ein schwerer Tag...


Donnerstag, 26. Mai 2011

Frühling auf Kreta

Zugegebenermaßen, heute regnet es. Gestern auch schon. Aber eigentlich hatte der Mai bisher unwahrscheinlich viel Farbe zu bieten und die hübschesten Blüten hier möchte ich einmal kurz mit euch teilen!
















Montag, 16. Mai 2011

Fotowettbewerb

Die Uni Bonn hat einen Wettbewerb für das beste Foto vom Auslandsaufenthalt ausgeschrieben. Also drückt mal alle die Daumen! Folgende Fotos habe ich eingereicht:
Schnee auf Kreta

Matala


Psiloritis, höchster Berg Kretas mit 2465m







Freitag, 6. Mai 2011

Was nichts kostet, ist auch nichts.

Es klang so gut, doch wir hätten misstrauisch werden sollen, als man uns vor einem Spa einen Gutschein für Thalassotherapie in die Hand drückte. Als ob man irgendetwas tolles umsonst bekommt... Übersetzt Meerestherapie klang aber gar nicht einmal so schlecht und so gingen wir zwei Tage später, mit unseren Gutscheinen bewaffnet, in das Luxus-Spa-Hotel. Man fragte uns, ob wir vielleicht stattdessen eine Massage haben wollten, unsere Augen leuchteten, verblassten aber beim aufgerufenen Preis von 75€ direkt wieder. Nein, danke, dann doch lieber das Thalassodings. Dahinter verbarg sich ein Becken voll warmen Salzwasser, dass man am Rand einmal umrundet und dann jeweils von verschiedenen starken Wasserstrahlen an den unmöglichsten Körperstellen "massiert" wird. Teils waren diese Fontänen so stark, dass wir uns festhalten mussten, weil zwei zarte Mädels wie wir das gar nicht stehen konnten. Gratis obendrauf gab es noch eine Horde alter griechischer Männer, die uns beobachteten, doch das ist man fast schon gewohnt hier, soweit man sich an ständige Beobachtung gewöhnen kann. Nach einer Stunde waren wir jedenfalls kräftig durchgespült und uns einig, dass wir das nicht wieder machen und schon gar nicht gegen Geld.
Danach waren Osterferien und als ich meine Freundin vorgestern am Strand wieder traf, fiel mir direkt ihr neuer Bikini auf. Der alte hatte auf einmal Löcher bekommen. Ach wie blöd...
Also wagten wir uns das erste mal dieses Jahr komplett ins Mittelmeer und als ich danach in der Sonne stand, um zu trocknen, fielen mir die dünnen Stellen an meinem Bikini auf. Es sind nicht wirklich Löcher, aber an einigen Stellen ist der Stoff ganz schön dünn geworden und die Haut scheint durch. Es muss von dieser Thalassotherapie kommen. Ich war zwei Tage lang in einem Schockzustand, schließlich gibt es das gute Stück schon zehn Jahre und es war nicht eine Fussel vorher daran... Da alle Trauer aber nichts nützt, muss jetzt ein neuer Bikini her. Und es wäre ja zu leicht, wenn so etwas einfach wäre. Madame hat natürlich ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. Und dazu bitte noch ein großer beiger Strohhut :-)

"Vorbild"

Doch wo soll man so etwas finden und erst recht in Griechenland. Das Bild entstammt einem italienischen Blog. Nun hieß es erst einmal heraus finden, wie diese Form der Badekleidung heißt: MONOKINI. Ist das naheliegend? 
Danach durchforstete ich stundenlang das Internet und das einzig brauchbare, was ich fand, stammt von "Apart" und kostet schlappe 85€. Das ist eindeutig zu viel für das Studentenportemonnaie. :-(

gefunden bei Apart
Ich bezweifele, dass ich das hier in Heraklion, was nicht gerade eine modische Hauptstadt ist, finde. Es wird wohl auf einen "normalen" Bikini herauslaufen, vielleicht in einer etwas bunteren Farbe als schwarz so wie beim letzten. Aber wenigstens der Strohhut sollte sich finden lassen. 

Nie wieder Thalassotherapie...

Dienstag, 3. Mai 2011

Zwiespalt

Karfreitag. Heraklion Flughafen. Seit Tagen staute sich eine ungemeine Freude auf die Heimat und die Lieben dort an. Doch als ich endlich am ersehnten Tag am Flughafen stand und umzingelt war von deutschen Touristen, fragte ich mich doch, ob ich diese Seite Deutschlands verdrängt hatte - seine Einwohner! Natürlich sind nicht alle so und ich bin kein Freund von Klischees, aber deutsche Pauschaltouristen bedienen einfach eines, das mir in ihrer Nähe immer ein Gefühl der Peinlichkeit gibt. Muss man wirklich vom vorderen Ende der Reihe am Schalter zum hinteren rufen, warum es gerade nicht weitergeht? Schafft man es wirklich nicht innerhalb von 14 Tagen Urlaub "Hallo", "Tschüss", "Danke" und "Bitte" in der Landessprache zu lernen? (Zumal Hallo und Tschüss im Griechischen gleich sind...) Muss man laut sein? Muss man zu dünn gekleidet sein für das Wetter? Ich sage nur: FlipFlops und kurze Hosen bei 14 Grad. Muss man die Leute um einen herum wirklich ansprechen? Es scheint, man muss alle Fragen mit Ja beantworten, wenn man ein aufrichtiger deutscher Pauschalreisender sein möchte. 
Es hätte mir fast die Vorfreude verdorben, doch das kam nicht in Frage. Ich sprach einfach nur Griechisch und Englisch am Flughafen und wünschte jedem griechischen Flughafenmitarbeiter "Καλό Πάσχα!" (Frohe Ostern!), worüber sich allesamt sehr freuten, waren sie doch genauso entnervt von den vielen deutschen Touristen, 3 Flüge gleichzeitig, wie ich. Ich scheiterte mit diesem Plan an der ersten Airberlin-Stewardess, die nun auch nicht auf Griechisch Hallo sagen konnte. Gehört das nicht zu deren Beruf? Was ist denn an "Jassas" oder "Kalimera" so schwer? 
Nun galt es noch, 3,5 Stunden Flugzeit vor einer Familie zu überstehen, die garantiert schon einmal bei "Mitten im Leben" dabei. Das war hart! Doch endlich angekommen, erwartete mich.... GRÜN! Wahnsinn, wie grün Deutschland ist!! Hoffentlich nicht bald grün regiert, by the way. Aber das haute mich um. Auf Kreta blüht zur Zeit auch alles und es regnete ja auch die letzten beiden Monate fast komplett, aber das schafft es trotzdem nicht! Leider habe ich kein schönes Bild von der Wäldern im Oberbergischen Land, aber trotzdem folgt ein kleiner Vergleich...
Wiese in NRW
genau 1 Woche davor auf Kreta
Kurz nach Ankunft war mein Groll über die Mitreisenden vergessen und es wurden 10 viel zu kurze, voll gestopfte, stressige, unvergessliche Tage. Es war schön, in so viele strahlende Gesichter zu sehen, die sich anscheinend sehr ehrlich über meine Rückkehr freuten. Das macht mich wirklich stolz und ein bisschen sentimental! Doch es war natürlich alles viel zu schnell vorbei und ich bin schon wieder in Heraklion. Und ich musste erstaunt feststellen, es tat gut, wieder hier zu landen, wieder in meiner Wohnung zu sein und heute morgen gegen den Wind, der hier immer weht wie verrückt, die Blätter vor meiner Tür zu kehren. Ewig würde ich es hier nicht aushalten, aber momentan gehört es ja doch zu mir, dieses Heraklion!

Freitag, 22. April 2011

Heimweh nach 2,5 Monaten...

Ich nehme mich nicht sonderlich wichtig und erwarte auch nicht, dass all meine Freunde den "Fug", den ich hier schreibe, lesen, aber es ist wieder einer dieser Abende hier in Heraklion, wie ich sie aus Bonn nie kannte und die mich hier 5mal die Woche begleiten. Ich sitze den ganzen Tag zu Hause, lerne etwas, skype zu viel und habe abends nichts zu tun. Es ist nicht so, als gäbe es nicht gerade irgendeine tolle Erasmusparty, aber das liegt mir nicht, und klar, ein paar Freunde habe ich hier auch, die ich zu einem Bier ermuntern könnte, aber mag ich doch keine 5€ dafür ausgeben. Und was würde ich gerade in Bonn tun? Wahrscheinlich arbeiten, im Labor hängen, auf meinem Pferd sitzen, von einem Termin zum nächsten eilen und mitten in der Nacht dann bei meinem Freund aufschlagen um mir dann doch noch etwas Nähe und Ruhe bei ihm zu stehlen und auf der Fahrt dorthin mit allen Freundinnen telefonieren, die mal wieder etwas kurz gekommen sind in der letzten Zeit.
Obwohl ich schon über zwei Monate hier bin, fehlt mir dieses Leben, dieser Stress. Warum nur? Klar, das Pferd fehlt, der Freund wird vermisst. Aber das ist es nicht, es ist alles, das gesamte Konstrukt nach dem ich mich sehne. Auch wenn das wenig Schlaf und viel "Rumrennerei" ist. Irgendwie ist meine Uhr darauf programmiert. Hier, wo ich keine festen Termine habe, wo ich das Leben mal genießen könnte, komme ich zu nichts. Merkwürdigerweise vergehen hier meine Tage und ich habe dieses Gefühl, nichts geleistet zu haben. Aber was muss man schon immer leisten...
Klar, ich unternehme auch einiges, schaue mir die Insel an, war am Wochenende wandern, will nach Athen und Santorini und Mykonos. Jedoch dieser Urlaub-pur fällt mir schwer.
Morgen geht es nun zurück. Ich freue mich! Auf liebe Menschen, die mir die Treue gehalten haben, aufs Stadion, auf den Dicken (das Pferd) und auf Spargel!! Wahnsinn, was man für Seiten und Leidenschaften an sich entdeckt, wenn man in die Ferne reist. Dass man dunkles Brot vermisst, ist ja praktisch ein Muss und jedem Reisenden bekannt, aber Spargel? Kölsch? Knackige Äpfel? Nun ja, so sieht es aus.
Ich frage mich gerade, wie lange ich gebraucht habe, um mich in Bonn wirklich heimisch zu fühlen, Leipzig nicht mehr so zu vermissen. Es waren sicherlich 2 Jahre!! Ach du Schreck. So lange bin ich nicht mehr hier... :D